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Geldkartendiebstahl ist nach wie vor ein Thema. Wenn vor den Feiertagen das Gedrängel in Fußgängerzonen und Einkaufszentren steigt, haben Langfinger leichtes Spiel. Der Schaden, den Kartendiebe anrichten, indem sie Konten plündern und mit gestohlenem Plastikgeld teuer einkaufen, geht jährlich in die zig Millionen. Bei Verlust einer Maestrokarte (früher: ec-Karte) haftet zwar grundsätzlich die Bank, von der die Karte ausgegeben wurde – allerdings nur, wenn man als Kunde nicht grob fahrlässig mit Karte und PIN-Nummer umgeht. Wer seine Geheimnummer auf der Bankkarte notiert oder auf einem Zettel in der gleichen Brieftasche aufbewahrt, in der auch die Karte steckt, handelt leichtsinnig und muss den Schaden voll selbst tragen. Wenn Langfinger mit der gestohlenen Karte Geld abheben, ist im Streitfall schwierig nachzuweisen, dass man mit der PIN sorgfältig genug umgegangen ist – obwohl professionelle Kartenbetrüger mittlerweile Technik einsetzen, mit deren Hilfe sie auch ohne Geheimnummer sofort an Bargeld kommen. Erst ab dem Zeitpunkt der Kartensperrung geht der Schaden immer zu Lasten der Bank. Zentrale Notruf-Sperrnummer für fast alle Bank- und Maestrokarten ist die 116 116. Sie ist rund um die Uhr und vom Inland aus kostenfrei erreichbar, also im Notfall sogar vom öffentlichen Fernsprecher ohne Kleingeld oder Telefonkarte. Zur eigenen Sicherheit die 116 116 sofort ins Handy-Telefonbuch eintragen, dann kann man eine gestohlene Bankkarte schnellstmöglich sperren. Wer den Sperranruf vor Zeugen vornimmt und gleichzeitig die genaue Uhrzeit notiert, kann die Kartensperrung im Ernstfall sogar klipp und klar beweisen.